Das Tragen von MBTs kann zu erwünschten Nebenwirkungen führen: Zu dieser Erkenntnis kommen immer mehr internationale Studien, die dem „Anti-Schuh“ eine vielfältige gesundheitsfördernde Wirkung bescheinigen.
Eine runde Sache
Schritt. Abrollphase. Schritt. Abrollphase. Dieser simple Bewegungsablauf, so beteuern MBT-User, mache Schluss mit ihren Zivilisationsbeschwerden. Er könne Knie1;2- und Rückenbeschwerden3;4 zum Verschwinden bringen, Verspannungen im Nacken lösen,5 Gelenkschmerzen abklingen lassen6;7 – und forme quasi im Vorbeigehen auch noch einen knackigen Po und straffere Oberschenkel.8 Zudem werden beim Stehen9 und langsamen Joggen mit MBT zusätzliche Kalorien verbrannt.10
Das Verblüffende: Jede einzelne dieser Behauptungen hält wissenschaftlichen Studien stand – weshalb der "Anti-Schuh" inzwischen sogar von Ärzten verschrieben und von Fitnessexperten empfohlen wird.
Warum natürliches Gehen so gesund ist
Die positive Wirkung von MBT beruht auf einem Prinzip, das "natürliche Instabilität" genannt wird. Ein Effekt, der eigentlich auch ganz ohne Hightech-Footwear erreichbar wäre: nämlich indem man sich ausschliesslich barfuss auf weichen, unebenen Naturböden wie Sand oder Moos fortbewegt. In der westlichen Industriegesellschaft nicht ganz einfach zu bewerkstelligen – aber für unsere Gesundheit ein Segen: Denn nur wenn der Körper selbst ohne stützendes Schuhwerk seine natürliche Balance halten muss, wird die wichtige gelenksnahe Muskulatur trainiert, die unseren Bewegungsapparat gesund hält.
Aus flachem, hartem Untergrund wird weicher, unebener Naturboden
MBTs trainieren und kräftigen genau jene gelenksnahen, kleinen Muskeln, die unser "körpereigenes Stossdämpfersystem" bilden.11Dies geschieht durch die patentierte Sohlenkonstruktion, deren Herzstück und wichtigster Bestandteil der weiche Masai Sensor ist. Er liegt unmittelbar unter der Ferse und imitiert einen unebenen Untergrund. Dadurch entsteht die natürliche Instabilität, auf die der Körper automatisch mit kleinen Ausgleichsbewegungen reagiert. Die Zwischensohle mit integriertem Balancierbereich erfordert eine aktive Abrollbewegung des Fusses. Im Zusammenspiel mit dem Masai Sensor wird so die Stütz- und Haltemuskulatur des gesamten Körpers angeregt und trainiert, Gesäss6, Bauch und Rückenmuskulatur4 werden gestärkt, der Gang bleibt aufrecht und dynamisch6;12 und die Gelenke2;6;7und der Rücken werden entlastet.6So macht der Anti-Schuh seinen Träger nicht nur Schritt für Schritt fitter – sondern auch dauerhaft gesünder.
1 Nigg et al. 2006 a
2 Andriacchi et al. 2008
3 Nigg et al. 2007
4 Jørgensen 2006
5 Smolenski et al. 2008
6 Vernon et al. 2004
7 Nigg et al 2006 b
8 Linde & Stegen 2005
9 Hoppeler et al. 2008
10 Müller 2007
11 Nigg et al. 2008
12 Nigg et al. 2009